Es ist wieder so weit. Eine Kolumne in der Serie „Back to Reality“

Sonntag, 16.09.2018 Ludwigsburg – in den letzten Tagen häuften sich Situation, die nur so zum nachdenken anregten. Eine Begegnung nach der anderen prasselte auf mich ein löste Emotionen hervor, von welchen ich nicht mal wusste, das sie in mir schlummerten. Wahnsinn, was doch ein Gespräch allein alles bewirken kann.

Um Akzeptanz und Entscheidungen ging es in der letzten Woche und auch um Verantwortung. Nachdem ich mich lange mit mir selbst auseinandersetze, kam ich irgendwann an den Punkt, indem ich glaubte der schrecklichste Mensch auf Erden zu sein. Denn auf meiner Reise zu mir selbst, kam ich an meinen Schattenseiten und Tiefpunkten vorbei und erkannte, dass nicht alles was ich tat unbedingt schön war. Ich sah mich dabei, wie ich Menschen, dich ich liebe verletze, zurückstoße oder ablehne. Ich sah mich in der Wut herum wüten und dabei meine Umwelt zu zerstören. Schrecklich. Denn so war ich mit den Gefühlen der anderen konfrontiert und somit auch mit ihrem Schmerz.

Ich habe all die Jahre damit zu getan, mein Augenmerk auf die Verletzungen der anderen in mir zu richten. Ich habe nur gesehen, was andere in mir verursachten, aber nicht, wo meine Anteile lag. So war ich ständig mit meinem Leid beschäftigt und ignorierte das der anderen. Kein Wunder mein Leid empfand ich am stärksten. Doch nun, wo ich den Schmerz hinter mir ließ, begann zu vergeben, stieß ich auf eine andere Wunde. Eine Wunde die ich selbst verursachte in anderen. Ich machte mir Vorwürfe und stand kurz davor an dem Handeln meiner Vergangenheit zu brechen. Schrecklich.

Frau auf dem Weg nach oben, in sommerlicher Bekleidung, schreitet sie in Isreal einen Berg auf. Den Weg zu ihrem Herzen folgt sie über einen langen Weg.
Folge deinem Herzen, denn es weiß wohin der Weg führt.              Foto:tCl

Bis mir Menschen begegneten, die mich folgendes lehrten: Das Leben ist ein Lernprozess. Es ist gut, dass ich meine Taten erkenne und auch den Schmerz meiner Mitmenschen spüre. Selbstmitleid oder Schuldgefühle aber helfen niemanden. Sie halten mich von der Heilung ab und verursachen noch mehr Wunden in mir und anderen. Anstatt mich mit Vorwürfen zu belasten, darf ich lernen zu akzeptieren und durch meine Erfahrungen anders zu handeln.

Wir sind wer wir sind und können schlecht aus unseren Mustern und Systemen herausbrechen. Doch wenn wir wollen und bereit sind, können wir neue Gewohnheiten schaffen, indem wir hinschauen, achtsam und bewusst agieren.

In dem Sinne, mache dich nicht verrückt, sondern nehme dir den Stress. Handle anders, wenn du weißt, dass dein bisheriges Handeln nur zu Unmut führte.

Falls du nicht weißt wie: Frage in deinem Umfeld nach, da gibt es sicher jemand, der bereits ähnlich Erfahrungen durchlebte und dir helfen kann.

Peace and Love <3


Möchtest du den folgenden Text als Podcast hören?

Dann klicke rein. 🙂 

 

Kennst du das?

Du versuchst wirklich alles richtig zu machen. Du beginnst dich zu reflektieren über deine Fehler, deine Schwächen und deine Stärken nachzudenken. Denn du weißt, nicht in jeder Situation konntest du dich oder andere vor Schmerzen, Enttäuschungen oder Wut bewahren. Vielleicht hast du es nicht besser gewusst? Vielleicht aber warst selbst so enttäuscht oder verletzt, dass du nicht anders konntest als deine Gefühle freien Lauf zu lassen. Wärst du in der Lage, würdest du die Zeit zurück drehen und so manche Entscheidung anders fällen. Doch geschehen ist geschehen und so lebst du mit den Konsequenzen deiner Vergangenheit.

Natürlich kannst du nicht so tun, als sei alles ständig in Ordnung. Sicherlich packt dich manchmal der #Schmerz und du würdest dich am liebsten nur noch zurückziehen, niemanden mehr sehen und auf dem Boden liegend weinen. Ja, manchmal überennt dich #Schuld wie auch #Scharm und du weißt nicht, wie du wieder gut machen kannst, wo du Schaden angerichtet hast. Manchmal willst du einfach nur schreien, davon laufen und die Welt nicht mehr sehen. Kein Wunder, schließlich überfordert dich dein Inneres aber auch deine Umwelt. Du weißt nicht mehr, wie du reagieren sollst und fürchtest dich vor #Entscheidungen.
Hab keine Angst, denn das ist okay und ganz normal. Du bist wie jeder andere als lernendes Wesen auf die Welt gekommen. Du hast Erfahrungen erlebt, die manchmal gar nicht in dein Plan passten und dennoch passieren. Diese Ereignisse prägen dich und machen dich zu der Person, die du bist auch wenn du dir manchmal wünschst jemand ganz anderes zu sein. Es ist okay Fehler zu machen, wie sollst du auch anderes lernen und verstehen? Es ist okay, wütend zu sein, wie sollst du auch anders deine Grenzen zu spüren. Weine, Lache, Schreie und Lebe und lass deinen Gefühlen freien lauf.

Frau auf Klippen in Isreal, ist im Peace mit sich selbst, sie breitet die Arme aus, Schließt ihre Augen.
Du bist perfekt, genau wie du bist. Versuche dir nichts anderes einzureden.                             Foto: tCl

Doch lerne aus deiner Vergangenheit, akzeptiere wer du bist und lasse den Schmerz los. Halte dich nicht an ihm fest, rede dir nicht immer wieder ein, dass du alleine bist, traurig bist oder nicht anders kannst, weil du verletzt wurdest. Lasse von den Dingen los, die dich bremsen und dir sagen, dass du nicht wertvoll bist. Lasse los und die Tränen zu, denn egal wie schmerzhaft der Prozess sein mag, er schenkt dir das Lächeln deiner Kindheit wieder.
Er bringt dir die Neugierde, Lebenslust und Freude deiner ersten Lebensjahre zurück und öffnet dir die Augen. Sodass du wie einige Jahre zuvor – in Kinderschuhen – als die Welt noch ein riesiger Spielplatz war, Freude erleben kannst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.