In den sozialen Medien wirkt das Leben der User so perfekt und makellos. So sehr, dass viele Menschen an ihrem eigenen Leben zweifeln. Selbstzweifel gehören zum Menschen dazu, sie sind ganz normal und können sogar anspornen. Doch was, wenn die Zweifel und die eigene Betrachtung zu Depressionen oder Spaltungen der Seele führen? 


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Akzeptiere deine Unvollkommenheit.  Foto:tCl

Ich bin gar nichts! Ich bin wertlos und überhaupt, alles was ich tue macht doch eh keinen Sinn. Ich kann nicht mit dem Lauf der Zeit mithalten und mein Körper…

… Was auch immer ich anstelle, ich bekomme ihn einfach nicht so hin, wie die schönen Frauen auf Instagram.

Bei diesen Sätzen kann man nicht anders, als sich schlecht zu fühlen. Sie lösen bereits beim bloßen Lesen Minderwertigkeitsgefühle aus. Wie muss es für jene sein, die wirklich glauben ihre Existenz sei irrelevant?

Ein Mensch, der lediglich seinen Fokus auf seine Schattenseiten und Makel legt, verliert das Auge für seine Stärken und Fähigkeiten. Auch, wenn in ihm mehr steckt, als er denkt wird er niemals dem Glauben schenken. Worte wie: „Du kannst doch dies und das und ohnehin bist du ein wunderschönes Wesen“, lösen in ihm noch mehr Unmut aus. Ganz einfach deshalb, weil das Fremdbild mit dem Eigenbild nicht zusammenpasst. So geriet diese Frau oder Mann immer wieder in Situationen, die seine Unzulänglichkeiten bestätigen. Beispielsweise verhaut sie oder er Klausuren, schneidet in Prüfungen schlechter ab und zeigt sich beim ersten Arbeitstag von seiner/ihrer unqualifizierten Seite. Das nicht etwa, weil er oder sie keine intelligenten oder kompetenten Menschen sind, sondern weil sie glauben unfähig zu sein.

Das beste Beispiel hierfür sind Prüfungsängste. Jeden Tag passt ihr im Unterricht/der Vorlesung auf, ihr kennt die Thematik und wisst genau, wovon der Lehrer/Dozent in den letzten Wochen sprach. Ihr könnt sogar Unwissenden in eurer Umgebung von eurem neuen Wissen berichten – ganz ohne Probleme. Der Tag der Prüfung steht an. Nun soll euer Wissen getestet werden. Die Nacht zuvor habt ihr unruhig geschlafen, wenn ihr überhaupt ein Auge zudrücken konntet. „Habe ich alles gelernt und wirklich nichts vergessen?“ Unsicherheit steigt auf und multipliziert sich bis zum Moment der Prüfung. So sehr, dass eure Hände schwitzig werden und das Herz vor lauter Aufregung schneller pocht. Wie in Trance schreibt ihr nieder, was ihr noch glaubt zu wissen. Zwei Wochen später dann das Ergebnis: 20% erreicht. Wie konnte das sein? Das Wissen ist doch da? Wo war es hin?

Man kann gut sein und sich dennoch von seiner schlechten Seite zeigen. 

Nur weil Wissen und Potenzial in uns steckt muss das nicht bedeuten, dass man es jeder Zeit abrufen kann. Manchmal hindern Ängste oder Glaubenssätze uns daran der Mensch zu sein, der man tief in seinem Inneren ist. Das Wissen war vor den Prüfungen aber auch während den Prüfungen da, man konnte es nur nicht abrufen. Der Grund war die Angst und die Unsicherheit, die das Wissen verschleierten.

Stell dir ein Topf vor. In diesem Topf liegen all deine Fähigkeiten, all deine Möglichkeiten und all dein Wissen. Fühlst du dich mit dir selbst im Reinen, stark, selbstbewusst und furchtlos, dann kannst du jederzeit in den Topf hineingreifen und dir das herausholen, was du gerade zum überleben brauchst. Fürchtest du dich allerdings vor etwas, dann formiert sich die Angst in einen eisernen Deckel. Dieser Deckel hindert dich daran dein Potenzial auszuschöpfen, da kannst du machen, was du willst. Selbst mit einer Eisenstange bekommst du den Deckel nicht ab.

Die Angst verschwindet erst dann, wenn du bereit bist sie anzusehen. Das heißt: blicke genau auf deinen Deckel, schau ihm ins Gesicht und frage dich warum du dich vor ihm fürchten solltest.

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Gehe tiefer, als das was vor dir liegt. Foto: tCl

Blicke hinter deine Angst, denn sie zeigt dir nur worin du dir noch unsicher bist.

Die Angst ist nichts Schlechtes. Es geht auch nicht darum vollkommen furchtlos zu sein, sondern sich nicht vor der Angst selbst zu fürchten.

Zurück zum Beispiel:

Hinter der Prüfungsangst steckt neben der Angst zu Versagen meist ein ganz anderer Aspekt. Beispielsweise verknüpft man mit einer erfolgreichen Prüfung eine bestimmte Arbeitsstelle oder einen gewünschten Notendurchschnitt, den man bräuchte, um ein bestimmtes Studium zu beginnen. Eine verhauene Prüfung würde also bedeuten, das man seiner Zukunftsvorstellung nicht näher kommt.

Damit der Deckel aus Angst sich löst, darf man sich bewusst machen, dass das Leben keine Einbahnstraße ist. Auch wenn die Prüfung nicht wunschgemäß ausfällt können die Träume dennoch erreicht werden. Zum Beispiel könnte man die Prüfung wiederholen, erst ein anderes Studium beginnen und dann durch Weiterbildungen darauf aufbauen. Man könnte in einer anderen Firma anfragen oder durch Praktika versuchen sich praktisch auszuzeichnen. Es gibt so viele Wege, wie man die Person sein kann, die in der Vorstellung existiert. Alles was du dafür brauchst ist Offenheit und Vertrauen, dass selbst deine Makel perfekt sind.

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Foto: tCL

Denn nur, wenn du deine Makel akzeptierst entdeckst du deine Perfektion. Nur, wenn du deine Angst loslässt und genauer betrachtest, entdeckst du deine Möglichkeiten.

Also lasse los und nehme dich ganz und gar an. 

Viel Spaß dabei <3

Solltest du Hilfe bei der Überwindung deiner Ängste brauchen bitte Freunde oder Familienmitglieder um Hilfe. Magst du deine Liebsten nicht mit in deine Tiefen nehmen, kannst du auch einen Psychologen oder Coach aufsuchen.

Sollte dir auch das nicht bekommen, darfst du mich gerne zum Online-Coaching kontaktieren. Mehr Infos findest du auf meiner Homepage.

 

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Schritt für Schritt lernst du dabei loszulassen.

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