Eine Geschichte über den Verlauf des Selbstaufgebens. Wir neigen oftmals dazu die wichtigen Dinge im Leben auf Morgen zu verschieben, weil wir glauben noch ewig Zeit zu haben. Der Mensch fühlt sich unsterblich, obwohl er den Tod mehr als alles andere fürchtet. Tief im Inneren weiß er, das auch seine Zeit irgendwann zu Ende ist. Daher rennt er, sucht und versucht gegen das Ende anzukämpfen. Dabei vergisst er das einzig Wichtige in seinem Leben. Das Hier und Jetzt. In dieser Kurzgeschichte wird ein junger Mann mit dem Tod konfrontiert und durchlebt noch einmal die bedeutendsten Ereignisse seines Lebens. Was hat er vergessen und worum sollte er sich in Zukunft bemühen? 

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Du stehst vor einem Grab. Verwirrt und verzweifelt versuchst du die Gravur auf dem Grabstein zu entziffern. Vergeblich. Egal wie sehr du auch deine Augen zu Schlitzen formst und dadurch an Schärfe gewinnst, der Name auf dem Grab lässt sich einfach nicht lesen. Plötzlich spürst du einen knochigen, dürren Finger auf deinem Rücken. Jemand tippt dir auf die Schulter.

Es ist dein kreidebleicher, schon längst verstorbener Großvater, den du lediglich von Fotos und Erzählungen kennst. Er schaut dich traurig an. Die einstige Verwirrung und Verzweiflung in dir, schlägt in Panik um. Mit dem Mantra: „Das ist alles nur ein Traum“, versuchst du dich zu beruhigen. Doch das bringt nichts. Im Gegenteil! Es wird schlimmer, als dein gespenstischer Großvater zu sprechen beginnt.

„Mein liebes Enkelkind…“, beginnt er mit ruhigen Ton und sanftem Lächeln die Stille zu brechen.

„…Mein liebes Enkelkind, seit deiner Geburt wache ich über dich. Ich habe deinen ersten Sturz aufgefangen, als du mit dem Laufen begonnen hast. Ich habe deinen ersten Worten gelauscht und dir beim Heranwachsen zugeschaut. Als deine erste Liebe ging, habe ich deine Tränen durch den Wind trocknen lassen und dir zugeflüstert, dass der Schmerz vergehen wird. Als du deinen Schulabschluss in der Tasche hattest und mit deiner zweiten großen Liebe vor dem Traualtar standest, habe ich die Sonne gebeten, besonders stark für dich zu scheinen. Während deiner Jobsuche habe ich dir Mut und Selbstvertrauen zukommen lassen. Wo auch immer du warst, was auch immer anstand, war ich da, um dir eine Stütze zu sein. Wahrlich, ich habe mein Bestes gegeben, weshalb ich umso trauriger bin, dich nun hier zu sehen!“

Noch immer vollkommen verwirrt versuchst du die Situation und die Worte deines Großvaters zu verstehen. Bin ich tot? – fragst du dich, während du nach passenden Worten suchst. Anstatt Worten findet ein Monolog in deinem Kopf statt: Das muss ein Traum sein! Wie sollte so etwas sonst möglich sein? Aber all das hier fühlt sich so real an. Der Wind in meinem Nacken, der Geruch von Verwesung, welcher entweder von mir oder meinem Großvater aufsteigt – all das fühlt sich so real an! Nervös kneifst du in deinen Unterarm und hoffst, endlich aufwachen zu können. Fehlanzeige! Nichts passiert. Wieder übernimmt dein Großvater das Sprechen.
„Du wirst nicht aufwachen!“, sagt er leise aber dennoch eindringlich. „Du träumst nicht, du bist tot!“

Bevor du beginnst dich zu fragen, wie all das passieren konnte und, ob du deinem ebenfalls toten Großvater glauben schenken willst oder doch nach einem Ausweg aus diesem „Traum“ suchen möchtest, weckt er dich mit den Worten: „Lass mich dir etwas zeigen!“

Ehe du antworten kannst, spürst du seine kalte Hand auf deiner Schulter. Für den Bruchteil einer Sekunde wird alles schwarz um dich herum. Deine verschlossenen Augen öffnen sich. Du stehst in deinem alten Kinderzimmer. Dein acht jähriges Ich kniet über einem Blatt Papier. Auf dem Papier befindet sich eine Zeichnung deiner frühen Zukunftsversionen. Dein jüngeres Ich kann dich nicht sehen. Du allerdings siehst genau, wie der 8 jährige Junge mit einem Lächeln und voller Konzentration ein Bild deiner Zukunft zeichnet.

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Kinderzeichnung    Foto: Vaterfreuden.de

Ein Haus, einen Baum, deinen Traumjob. An den Rand schreibt es die Worte: „Wenn ich groß bin!“ Mit funkelnden Augen sprintet dein kleines Ich zu deiner jungen Mutter und berichtet stolz von seinen Wünschen und Träumen. „Damit du niemals vergisst, deine Träume aufzugeben, rahmen wir dein Bild ein und hängen es auf“, beschließt sie. Noch für einen kurzen Augenblick kannst du deine jüngere Version beim Betrachten des Bildes beobachten und dabei feststellen, wie glücklich du gewesen warst.

Szenenwechsel

Es ist abends.  Du bist 15 Jahre alt und unterhältst dich mit deiner Familie über Berufe, Weiterbildungen und den großen Traum vom Leben. Durch ein Fenster kann dein bereits verstorbenes Ich das Szenario verfolgen.

„… Glaubt mir Leute, sobald ich volljährig bin, mach ich ALLES anders! Meine Kinder werden besser erzogen, ich werde in meinem Traumjob arbeiten und nicht einfach irgendetwas tun, nur damit ich genug Kohle habe. Ich werde reisen, die Welt sehen und jeden meiner Träume erfüllen. Ich werde glücklich sterben und nicht auch nur eine Sache bereuen oder irgendetwas hinterhertrauern!“

Die Runde beginnt laut aufzulachen.

„Und, wie stellst du dir das bitte vor? So lange du jung bist, kannst du dir solche Träume noch erlauben. Doch glaube mir, sobald du deine Rechnungen selbst bezahlen darfst und auf eigenen Füßen stehst, wirst du merken, dass die Realität ganz anders aussieht! Es ist immer leicht große Worte zu sprechen, wenn man die Herausforderung nicht kennt, jung ist und voller Energie steckt!“, mahnt ein Verwandter. Dein pubertierendes Ich verschränkt seine Arme vor der Brust.

„Wisst Ihr, Ihr könntet mir auch Mut machen! Stattdessen sagt Ihr mir immer wieder, was nicht geht! Ihr seid doch nur verbittert! Verbittert darüber, dass Ihr irgendwann aufgehört habt zu träumen. Dass Ihr nicht mutig und auch nicht stark genug wart an euren Träumen festzuhalten! Allesamt habt Ihr aufgegeben. Allesamt habt Ihr Ausreden, die entschuldigen sollen, dass Ihr versagt habt. Entweder ist es die Gesellschaft, ein böser Verwandter, der Euch im Weg stand, der Expartner, der einen über den Tisch gezogen hat oder ein Chef, der Euch den Erfolg missgönnte. Und, wenn diese Ausreden nichts taugen, dann ist es der Rücken, die Schulter, der Kopf oder sonst irgendein Schmerz, der euch daran hindert das zu tun, was Ihr wolltet und richtig für euch gewesen wäre. Alles Ausreden! Seit es nicht Ihr, Ihr schlauen Erwachsenen, die, wenn ich eine Klausur verhauen, mich mit einem Freund gestritten habe oder erschöpft nach Hause komme, sagen: „Hey lass den Kopf nicht hängen! Es passieren immer wieder Rückschläge im Leben! Egal, ruhe dich aus, nimm dir Zeit es zu verarbeiten und mach dann weiter! Kämpfe für deine Ziele! Du sollst doch niemals aufgeben!“ Seid es nicht ihr, die mich immer wieder ermutigen dran zu bleiben? Also doch nur leere Worte? Oder habt ihr euch einfach nur in euren Ausreden verhangen, im Mitleid gebadet und in der Angst verfangen, sodass es für euch einfach ist zu sagen: die Welt sei schrecklich, halte den Ball flach und kehre in die Realität zurück? Warum könnt ihr nicht wenigstens so ehrlich sein und sagen, dass ihr eure Träume aufgegeben habt? Warum könnt ihr nicht einfach zugeben, dass ihr all das hingenommen habt, dass ihr euch selbst aufgegeben habt? Gebt es doch zu, ihr habt die Hürden nicht ertragen! Gebt es doch zu, dass ihr den Aufgaben des Lebens nicht gerecht werden konntet. Nun jammert ihr lieber, lasst euch gehen und wartet auf den Tod, während ihr die Wartezeit nicht einmal sinnvoll nutzt. Steht doch zu eurer Entscheidung, den einfachen Weg gegangen zu sein und lasst mich wenigstens versuchen, meine Ziele zu erreichen!“

Dein Ich hinter der Fensterscheibe beginnt zu verstehen, warum es gerade diese Szene sehen musste. Tränen fließen über dein Gesicht. Leider kannst du das eben Gesehene nicht verarbeiten. Die nächste Szene beginnt.

Nun 10 Jahre älter – im Alter von 25 Jahren – liegst du auf dem kalten Badezimmerboden deiner ersten Wohnung. Deine Hände über das Gesicht schlagend, kämpfst du mit Wut und Verzweiflung. Gerade hat man dir mitgeteilt, dass du für deinen Traumjob nicht gut genug seist. Zu allem Übel ging auch deine langjährige Beziehung in die Brüche. Einfach so, von heute auf morgen.

Szenenwechsel

Wie in einem Zeitraffer ziehen deine Tief- und Höhepunkte an dir vorüber. Freunde, die kamen und gingen. Enttäuschungen. Verluste. Verletzungen die entstanden und wieder heilten. Erfolge, für die du hart gearbeitet hast, Abenteuer, Lachen und Weinen. Du siehst Entscheidungen, die du getroffen hast und die dich glücklich machten, während du wieder andere, gerne noch einmal überdacht hättest. Mit jeder Szene wird dir bewusst, dass auch du irgendwann begonnen hast, dich selbst aufzugeben.
Du hast deine Kindheitsträume vergessen. Du hast deine jugendliche Energie und dein Selbstbewusstsein vergessen. Du hast den Glauben daran verloren, dass Träume wahr werden können. Aus dem „Morgen werde ich alles ändern! Morgen werde ich alles anders machen“, wurde ein angepasstes Leben. Ein Leben, das nur noch aus Bergen von Rechnungen, dem jährlichen Urlaub im gewohnten Rhythmus, dem Job, den du nicht so richtig mochtest und deiner kümmerlichen Freizeit, die dir auch nicht mehr den wirklichen Kick gab, wie sie es früher einmal tat, bestand. Du bist unglücklich geworden und nahmst das einfach so hin. Es ist dir nicht einmal aufgefallen. Du bist wie alle anderen auch in den „Funktionieren-Modus“ anstatt in den „Leben-Modus“ umgestiegen. Tränen fließen erneut über deine Wangen. Noch einmal wird dein Geist in die Vergangenheit versetzt. Dein letzter Tag – dein Todestag.

 

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Wer möchtest du sein? Foto: tCl

In vollkommener Erschöpfung beginnt der letzte Tag deines Lebens. Die letzte Nacht war der Horror! Obwohl du acht Stunden schlafen konntest, fühlst du dich, als hättest du 5 Nächte durchgemacht. Nur mit Mühe gelingt es dir, ins Badezimmer zu laufen. Ein müdes Gesicht mit tiefen dunklen Augenringen erwartet dich im Spiegel. Mit kaltem Wasser und einem Kaffee versuchst du, die Müdigkeit loszuwerden – doch vergebens. Flügel durch den Energydrink, an der Tankstelle wachsen dir auch nicht. Egal! Irgendwie wird das mit der Arbeit schon noch klappen. Du bist die Erschöpfung gewohnt. Bereits auf der Fahrt zu Arbeit hoffst du, dass die Stunden im Büro schnell vergehen werden. Außerdem wollen am Abend noch Freunde vorbeikommen. Deinen 38. Geburtstag nachfeiern. Ein langer Tag steht an. Du hast keine Lust. Keine Freude. Keine Motivation.

In Gedanken versunken fährst du auf die Autobahn und gibst Gas. Plötzlich rast ein Auto auf deine Spur. Es schneidet dich. Geschockt ziehst du das Lenkrad zur Seite und rast auf die Leitplanke. Dein Auto überschlägt sich, verliert Flüssigkeit und geht noch bevor sich dein Gurt löst in Flammen auf. Alles, was noch von dir übrig bleibt sind Asche und ein paar Knochen. Aus der Ferne beobachtest du das Geschehen. Fassungslos steht dein Geist da.

Szenenwechsel

Auf dem Boden kniend sitzt du wieder vor dem Grab. Nun kannst du die Gravur entziffern. Es ist dein Name auf dem Grabstein. Wieder brichst du in Tränen aus. Nun realisierst du, dass alles zu spät ist. All die Träume, die du hattest, all die Dinge, die du sehen wolltest, all die Vorhaben, die du auf nächsten Monat oder nächstes Jahr verschoben hast sind nun auf ewig verloren.

Nie konntest du dich tatsächlich frei fühlen! Niemals hast du auch nur einen Traum wahr werden lassen. Du hattest geglaubt du hättest noch ewig Zeit, noch so viele Möglichkeiten, um irgendwann glücklich zu sterben.
Wut, Verzweiflung und tiefe Traurigkeit durchdringen deinen körperlosen Geist. „Hätte ich nur eine Chance zurückzukehren, ich würde alles anders machen! Hätte ich nur eine Chance!“, schreist du in die stille Nacht hinaus und hoffst dabei, dass irgendjemand, irgendwas, irgendwer dein Flehen erhört.

 

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Gespräch zwischen jung und alt.    Foto: tCl

Wieder taucht dein Großvater aus dem Nichts auf. Dieses Mal ist seine Stimme klar und sanft, als er zu dir spricht. „Mein liebes Enkelkind, es tut mir leid, dass du zu deinem Lebzeiten nicht glücklich geworden bist. Es tut mir leid, dass du nicht die Wege gegangen bist, die dich zur Erfüllung geführt hätten. Hast du denn erkannt, weshalb du auf diese Weise und zu diesem Zeitpunkt gestorben bist?“

„Ich habe nicht gelebt“, bricht es aus dir heraus.

„Ich habe Ausreden gesucht, anstatt das zu tun, was für mich richtig gewesen wäre. Ich habe mich von den Verletzungen niederdrücken lassen, anstatt durch sie an Stärke zu gewinnen. Ich habe mich aufgegeben, weil ich den Mut nicht hatte an mich zu glauben. Anstatt nach Chancen suchte ich nach Enttäuschungen. Irgendwann hatte ich begonnen zu glauben, dass das Leben nichts weiter als eine Enttäuschung sei.
Ich habe mein Leben, mich selbst und meine Fähigkeiten verabscheut auch, wenn ich immer wieder beteuert habe, dass es mir gut ginge und alles gut sei. Bin ich ehrlich zu mir selbst, dann habe ich schon am Morgen meines Todestages gehofft einfach für immer schlafen zu können. Nie wieder aufwachen zu müssen und den Stress endlich hinter mir zu haben. Ich habe meine Tage, Wochen und Monate verschwendet und letztendlich auf den Tod gewartet. Dennoch hätte ich niemals geglaubt, dass der Tag tatsächlich kommen würde. Noch ein paar Jahre, hätte ich mir mindestens gegeben. In der Rente oder etwas früher wollte ich mir zur Ruhe setzten und mich von dem Trubel der Zeit distanzieren und alles nachholen, was ich bis dahin verpasst hatte!“

„Nun mein liebes Enkelkind, du bist damit nicht allein“, spricht dein Großvater.

„So wie dir geht es fast allen Menschen auf diesem wunderschönen Fleckchen Erde. Ein jeder wird mit einer Bestimmung oder Aufgabe geboren. Ganz gleich, wie du es nennen magst. Mit diesem einen großen Ziel, von dem wir schon von Beginn an wissen, dass es das ist, was uns erfüllt! Doch in dieser großen Welt gehen große Dinge unter und werden überdeckt von vielen kleinen Nichtigkeiten wie materiellem Konsum. Der Mensch glaubt, er würde glücklich werden durch Statussymbole, materiellen Reichtum und Beziehungen. Welche die Mehrheit, als nichts weiter, als Güter empfinden. Auch ich war davon nicht verschont! Ist der Mensch dem Tode nahe oder sieht sich wie du es gerade tust, vor seinem Grab stehen, erkennt er, dass er sein ganzes Leben in einer Illusion – in einem selbst geschaffenen Albtraum – verbracht hat. Traurig ist, dass die meisten nie wirklich gelebt haben. Traurig! So viele Menschen glauben, es wäre verrückt seinen Träumen nachzugehen. Das wäre gleichzusetzen mit fernab der Realität leben. Aber was bedeutet schon Realität? Alle Welt spricht davon, doch kaum einer vermag den Begriff definieren zu können. Realität. Kaum einer versteht sie und noch weniger leben in Ihr. Der Mensch vergisst zu träumen, zu leben und dass er alleine, täglich seine Realität gestaltet. Wie auch immer diese aussehen mag. Zugegeben, auf alles – haben wir so winzigen Geschöpfe – keinen Einfluss, doch lenken können wir mehr, als wir uns oftmals zutrauen. So geht es jenen, die an der scheinbaren „Realität“ festhalten wie dir, wenn sie am Ende dieser Reise angekommen sind. Sie bemitleiden sich und betrauern ihre verpatzten Chancen. Ja, mein liebes Enkelkind ich habe versprochen, über dich zu wachen. Ich habe versprochen dich das Leben zu lehren. Doch aus irgendeinem Grund war ich kein enthusiastischer Lehrer und du kein aufmerksamer Schüler. Ich möchte dir, nein, uns noch eine Chance geben. Kehre zurück, um deiner Aufgabe nachzugehen. Verfolge deine Ziele, sei tapfer und leichten Herzens. Lebe.“

Es wird schwarz. Szenenwechsel.

Deine Augen öffnen sich. Warme Sonnenstrahlen erwärmen deine Wange. Du liegst in deinem Bett und tastest nach deinem Handy, das irgendwo ganz in deiner Nähe vibriert und leuchtet – eine Nachricht. „Hey heute Abend trinken gehen? Geburtstag nachfeiern?“ Die Nachricht bleibt unbeantwortet. Dein Handy landet wieder irgendwo neben dir im Bett. Du lässt deine Arme zur Seite fallen, schließt deine Augen und fragst dich, ob all das nur ein schrecklicher Traum gewesen war.

Es hat sich alles so echt, so wahr, so real angefühlt. Noch in Gedanken versunken und leichtfüßig läufst du in Richtung Bad. Du kommst nicht an, denn es klingelt an der Tür. Der Postbote. Lächelnd und wartend, überreicht er dir ein kleines Paket. „Für Sie“, sagt er mit einem Grinsen, als hätte er gerade erfahren, dass er zum glücklichsten Menschen aller Zeiten gekrönt wurde. Noch in seinem Beisein öffnest du das Paket. Unter gefühlt einer Millionen Styroporkügelchen, entdeckst du eine weiße Karte. Lediglich die Rückseite ist beschrieben, mit folgenden Worten:

Deine Chance! Bewahre dir deine Träume und höre niemals auf zu leben!

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Du hast die Wahl.  Foto: tCL

Möchtest auch du bereuen oder glücklich sterben? Was würdest du tun, wenn dich nichts hält? Welche Person würdest du sein, wenn alles möglich wäre?

Versuche zu sein, wer du bist. Arbeite täglich daran, denn es ist besser bei dem Versuch sich selbst zu sein zu sterben, als ein Leben gelebt zu haben, das dich niemals erfüllte.

 

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