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Was haben sich die WortDefis wohl bei  der Buchstabenfolge „Gemeinwohl” gedacht?

WortDefi Mayi erklärt:

Gemeinwohl gehört der deutschen Sprache an und setzt sich aus den Worten: Gemeinschaft und Wohlergehen zusammen. Die Bedeutung des Wortes spiegelt sich in vielen Sprachen wieder. So nennt man sie in der griechischen Sprache: „κοινή συμφέρων“ „koiné symphérōn“. Die lateinischen Sprache schenkte der Bedeutung die Worte: „salus publica“, „bonum commune“, „bonum generalis“. In der englischen Sprache erhielt die Bedeutung  „common good“ und in der Französischen „bien public“.

Was steckt hinter dem Gemeinwohl?

Von Platon in die Welt gestreut, durch Thomas von Aquin Göttlichkeit zugeschrieben und von Gottfried Wilhelm Leibniz in die Neuzeit geholt, steht das Gemeinwohl für das Potenzial aller.

Der Egoist fühlt sich von fremden und feindlichen Erscheinungen umgeben, und alle seine Hoffnung ruht auf dem eigenen Wohl. Der Gute lebt in einer Welt befreundeter Erscheinungen: Das Wohl einer jeden derselben ist sein eigenes.“ – Arthur Schopenhauer-

Das Wohl der Gemeinschaft ist wichtiger, als das, des Einzelnen.

Jedes Lebewesen geht täglich seiner Arbeit nach. Die Vögel zwitschern mit dem Aufgang der Sonne, die Bienen bestäuben Pflanzen, welche durch geheimnisvolle Prozesse, unsern lebenswichtigen Sauerstoff erzeugen. Ameisen reinigen die Oberfläche, während der Mensch diese bebaut und entfremdet.

Achtung Paradox, also Widerspruch ins sich selbst!

Das eigene Wohl ist wichtiger als das der anderen!

Bin, nicht ich wichtiger, als die Anderen? Grundsätzlich stehen wir alle auf einer Ebene, doch geht es um meine Existenz, halte ich zunächst mein Wohl im Blick.

Wie kann ich ein vollwertiger Teil der Gemeinschaft sein, wenn ich nicht in der Lage bin zu handeln, weil es mir selbst an allem mangelt? Wie kann ich meinen Rollen nachgehen, Beziehungen pflegen, meine Arbeit ausüben, wenn ich ständig wegen Krankheit ausfalle? Soll ich mich auf diese Art weiterentwickeln? Unmöglich! Ein zu Grunde gehendes Lebewesen ist einzig in der Lage, sich selbst zu erhalten. So ist Leben nun mal konzipiert. In den schwersten Stunden laufen lediglich die wichtigsten Funktionen wie Sauerstoff aufnehmen. Da ist nichts mehr mit Gemeinschaft. Nichts mehr mit gegenseitiger Unterstützung. Ich kann nur dann ein vollwertiges Mitglied einer Gesellschaft sein, wenn ich auf mich achte. Indem ich mich stets mit dem mir best Möglichsten versorge und glücklich bin. Ein glückliches Lebewesen teilt sein Glück und unterstützt gerne andere, darin ihr Glück zu finden. Deswegen verzeiht, wenn die brutal ermordeten Menschen auf der anderen Seite mich weniger kümmern, als der Kopfschmerz, der mich gerade plagt. Doch habe ich den Schmerz überwunden, kann ich vielleicht dazu beisteuern in Zukunft einen solch grausamen Mord zu verhindern.

 

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In der Individualität wächst die Gemeinschaft.

 

Das große Ganze sehen!

Durch Verzicht andere retten, macht in wenigen Situation Sinn. Beispielsweise auf Nahrung zu verzichten, weil Kinder auf der anderen Seite des Globus, nicht einmal über eine Schale Reis am Tag verfügen. Es hilft den hungernden Kindern nichts, sich selbst zurück zunehmen. Sie sterben in vielen Fällen dennoch und man selbst fühlt sich auch nicht sonderlich wohl. Sinnvoller wäre es hier, sein Glück zu nutzen. Geboren in einer Region, wo Nahrung, sauberes Wasser und Obdach wie Sand am Meer existieren, kann jeder sein Potenzial ausschöpfen. Dazu gehört: lernen, sich weiterbilden, leben, lieben und Möglichkeiten umsetzen, sodass zukünftige Generationen, auf der anderen Seite des Globus vom Hungertod verschont bleiben.

Nicht immer gelingt es mit Handlungen oder Worten, just in diesem Moment, eine Veränderung zu erzeugen. Manchmal brauchen die Dinge des Lebens Zeit, um zu wirken. Weshalb es sich immer lohnt, eine Situation aus der Ferne zu betrachten. Welche Auswirkung hat mein Handeln auf mein zukünftiges Leben und das aller anderen?

 

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