Ist dir schon einmal aufgefallen wie häufig wir Menschen das Wort „müssen“ verwenden?

„Ich muss mal eben….“
„Ich muss noch schnell…“
„Ich muss mich…“

Es scheint, als wäre jede Handlung des menschlichen Lebens ein Zwang. Als wäre alles Leben der Verpflichtungen untergeordnet. Interessant, wo doch die meisten Dinge, die wir als Pflicht ansehen, von Herzen kommen.


Nur ich bestimme, was ich möchte. Ich muss gar nichts, quotes, Zitat von Sahra-Latifa Anita Warrelmann, Freier Wille, Eigene Entscheidung, eigene Handlung!
Ich muss gar nichts, denn ich will! Alles liegt in meiner Hand!

Sie haben gesagt ich kann es nicht. Ich hörte es genau. Sie haben gesagt ich schaffe es nicht. Wirklich, ich hörte es ganz genau.

Ich habe gesagt ich kann es nicht. Sie lachten mich einfach nur aus! Ich habe gesagt ich schaffe es nicht. Deshalb blieb ich den ganzen Tag zu Haus.

 

„Ich muss mal eben meine Kinder aus dem Kindergarten abholen!“ Klingt doch irgendwie, wie eine schwierige Bürde. Als hätte man schon beim Aussprechen des Satzes kein Bock, seine Kinder aus dem Kindergarten abzuholen. „Dann muss ich noch kochen und den Kindern bei den Hausaufgaben helfen.“ Meine Güte, bei diesem Ballast kann man doch gar nicht mit Freude Zutaten zusammensetzten und daraus ein leckeres Mahl zaubern.

Saidy Mustapha zeichnet aus Leidenschaft. Er legt seine Gefühle in Zeichnungen und Kunst um, Screem ein Kunstwerk des Gambianers.
Zeichnung von Künstler: Saidy Mustapha. Er ist 20 Jahre alt und stammt aus Gambia.

Da entsteht doch höchstens ein liebloser Sattmacher, oder etwa nicht? Hausaufgaben können ganz schön viel Zeit in Anspruch nehmen, vor allem dann, wenn man ungeduldig seine Kinder bedrängt schneller zu rechnen, schreiben oder auswendig zu lernen. Die kleinen Jungen und Mädchen lassen sich vom Stress der Erwachsenen anstecken, wodurch Fehler passieren. Und, weil sich die ein oder anderen Fehler einschlichen, dürfen der Übung und Genauigkeit wegen die ganzen Aufgaben noch einmal wiederholt werden. Eltern wie auch Kinder würden am liebsten nach der grausigen Hausaufgabentortur einfach nur vor Erschöpfung ins Bett fallen. Doch so einfach ist das nicht!

Aufwachen liebe Ich-Muss-Menschen! Denn so schnell ist man als Müssender nicht aus dem Schneider. Schließlich MUSS man ja noch Zähne putzen und dann, ja dann, MUSS man nach dem pflichtvollen Tag auch noch ins Bett. Im Bett liegend und an die Wand starrend drängt sich eine Frage in den Vordergrund. Eine Frage, die so viele ihrem Inneren Ich stellen:

„Hallo liebes Ich, kannst du mir sagen, wie lange ich das aushalten muss?
Das innere Ich antworte nur leise und sanft: „Du wirst solange in der Anstrengung verharren, solange du glaubst, dass du im Leben etwas machen musst!“

 

Der Artikel als Podcast.


Kleiner Tipp: Verwende anstatt dem Wort „muss“, „darf“, „möchte“ oder „will“. Das hört sich angenehmer an. Doch nicht nur das, dein Gehirn verknüpft automatisch positive Gefühle, wenn du eine Aufgabe nicht erledigen musst, sondern erledigen darfst. Niemand möchte aus Zwang handeln, sondern aus freien Stücken. Deshalb mache dir bewusst, das all dein Handeln für dich ist.

Wenn du arbeiten gehst, dann darfst du dich darüber freuen. Denn egal wie schweißtreibend oder nervig der Job ist, hilft er dir dein Überleben zu sichern. Du gehst mit Kraft und Freude zu Arbeit, wenn du weißt, dass du darfst. Dasselbige gilt für alle anderen Handlungen. Du musst deine Freunde, Familie oder Bekannte nicht besuchen, du willst und darfst sie treffen, weil es dich glücklich macht, bereichert oder einfach nur deine Langeweile nimmt.

Das Leben ist eine Sache der Perspektive. Eine andere Sichtweise, kann alles verändern. Probiere es aus. 

Ich selbst kann entscheiden wohin mich das Leben führt, doch nur dann wenn ich offen dafür bin zu erkennen, das alles, aus einem freien Willen wächst.

Viel Spaß dabei. <3


Über Saidy Mustapha: 

Er ist jung, er ist begabt und er stammt aus Gambia. Saidy Mustapha lebt für die Kunst. Seine Gefühle und Erfahrungen drückt er – wann immer er kann – in seinen Zeichnungen aus.

„My live is Arts at the first. I love the arts and thank God for my talent.
I didn`t learn it from anyone, I didn`t inherit that from anyone. I just do it.“

 

 

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