Erinnerst du dich, wer du einmal warst, als du noch aus Kinderaugen das Leben sahst? Nein? Dein Unterbewusstsein allerdings schon.

 

Kind Mütze, Baby, steht für Jugend,
Wir alle haben von Null angefangen und die Welt aus ganz anderen Augen gesehen.                    Foto:Archiv

 

Ein Teil deiner Persönlichkeit erinnert sich noch genau an jede Stunde deiner Kindheit. Dieser Anteil drückt sich nicht durch Bilder in deinem Kopf, sondern durch Gefühle, Glaubenssätze und Handlungen aus.

Das innere Kind in dir!

Mann, jetzt habe ich schon wieder meine Freundin angezickt! Das hatte ich nicht beabsichtigt. Sie wollte mir doch nichts Böses aber bei diesem Thema …
… da reagiere ich irgendwie total sensibel drauf. Ich weiß auch nicht warum. Es ist halt so!

 

Bist du auch wieder einmal ausgerastet und weißt nicht wieso? Kennst du das, wenn du plötzlich komplett anders reagierst, als du´s von dir gewohnt bist?

Keine Panik, du bist nicht verrückt! Dein inneres Kind hat Besitz von dir ergriffen und für die agiert. Klingt das jetzt noch absurder?

Nala erklärt, was hier passiert.

Die Psyche eines Menschen lässt sich mit dem Universum vergleichen. Weit, dunkel und das meiste unbekannt. In dieser anonymischen Sphäre bewegt sich dein „Inneres Kind“.
Das innere Kind umfasst die Erfahrungen der Kindheit, die sich im Erwachsenenalter zeigen.
In den ersten Lebensjahren durchlebt der Mensch trotz schöner Kindheitstage fast pausenlos Momente der Ohnmacht, Hilflosigkeit und Verletzung. Ganz normal und ganz okay. Als kleines Wesen abhängig von der Umwelt, fällt die Kommunikation mit unseren Mitmenschen schwer. Babys können nicht mitteilen, dass sie sich an der lauten Musik ihrer Eltern stören, die Bilder des Fernseher Angst in ihnen auslöst und die Milch ihnen so gar nicht passt. Sie müssen hinnehmen und aushalten, denn wo keine Kommunikation möglich ist, passieren Verletzungen.
Mangelgefühle in der Kindheit lässt sich genauso wie Spaß, herumalbern und wunderschöne Augenblicke mit den Liebsten kaum vermeiden.

In jedem Leben läuft es mal „up“ und „down“, bei dem einen turbulenter bei dem anderen etwas ruhiger.
Mit dem Erwachsen werden verschwinden die Kindheitserfahrungen nicht. Im Gegenteil sie bzw. ihre „Resultate“ melden sich in jeder Altersstufe ungefragt zu Wort. Die Auswirkungen der Vergangenheit spiegeln sich in Glaubenssätze, Bedürfnisse, Sehnsüchte und Emotionen wieder.

 

Jemand der als Kind lernte, nicht gut genug zu sein, trägt die Erfahrung mit in sein erwachsenes Leben. Diese Person ist ständig versucht, den Glaubenssatz zu erfüllen oder aber auch zu widerlegen.

 

Ein Beispiel: Relanas Umwelt erzog sie Konflikte mit Ärger und Wut zu lösen. Auch wenn sie im Laufe ihres Lebens lernte Streitpunkte in einem ruhigen Gespräch zu klären, rastet sie dennoch ständig aus und knallt wütend Türen hinter sich zu. Im Nachhinein schämt sich Relana für ihr verhalten. Eigentlich hätte sie sie anders reagieren wollen. Das innere Kind allerdings – also ihre früheren Emotionen – „übernahm“ ihren Körper, sodass sie einfach nur dabei zuschauen konnte, wie ihre Vergangenheit sie steuert.

Das innere Kind ist aus der Psychologie und Psychiatrie nicht wegzudenken, zu weit reicht sein Wirken auf unsere Psyche.

 

 

Mehr zum inneren Kind hier.

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