Revolutionäre Studie bestätigt!

Können wir schon bald unsere Essgewohnheiten an unsere Psyche anpassen und die mentale Stimmung durch Lebensmittel beeinflussen?

Universitäten aus vier Ländern Europas schlossen sich zusammen. Sie untersuchten 2016 für das Forschungsprojekt „MoodFood“ die Auswirkungen der Nahrungsmittel, auf die menschliche Psyche.


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Körper und Seele hängen zusammen. Können wir schon bald durch die Ernährung unsere Psyche regulieren? Foto: tCL

Schon der antike Arzt Hippokrates ordnete bei Depressionen Eselsmilch an. Nun wollen europäische Forscher herausfinden, ob und wie sich unsere Ernährung auf die Psyche ausschlägt. Dabei fokussiert sich die Studie auf Depressionserkrankte und übergewichtige Menschen. Hierfür werden über fünf Jahre 1000 Teilnehmer in einer Studie getestet.

Die Teilnehmer sind in zwei Gruppen aufgeteilt: eine Kontrollgruppe, die Placebos erhält und eine Gruppe, die neben einer Ernährungsberatung Nahrungsergänzungsmittel in Form von Tabletten erhalten.

In den Tabletten befinden sich Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente wie Folsäure, Kalzium, Selen und Omega-3-Fettsäuren. Die Forscher wählten gezielt dieses Nahrungsergänzungsmittel, da die Studienlage zu ihnen am klarsten ist.

So ist über Kalzium bekannt, dass es die neuronalen Verbindungen, die für die Emotionsregulation zuständig sind, verändert. In Selen vermutet man die Fähigkeit Freie-Radikale-Moleküle, die unter anderem für den Alterungsprozess verantwortlich sind und Krankheiten verdecken, zu binden und zu beseitigen. Folsäure ein wichtiges Vitamin, dass für den menschlichen Körper essenziell wichtig ist. Es steuert die Bildung von Neurotransmittern, also den Botenstoffen der Nervenzellen.

 

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Das Essen liefert uns nicht nur Energie sondern Lebenswichtige Vitamine und Nährstoffe. Foto: pixabay

Die Ausschüttung von Serotonin soll durch Omega-3-Fettsäuren erhöht werden. Dieser Botenstoff findet sich vor allem in Fisch und Meeresfrüchten. Interessant, denn der Neurotransmitter trägt zu Regulierung der menschlichen Stimmungen bei. Ohne Serotonin sind wir häufiger schlecht gelaunt, ängstlich und sogar depressiver. Die belegt eine spanische Studie aus den Jahren 2003 – 2011 unter dem Namen „Predimed-Projekt“.

Noch können Forscher keine gezielte Ernährungsempfehlungen abgeben, doch Anfang des Jahres möchten die Projektleiter der „MooDFOOD“-Studie die ersten Ergebnisse von 2017 bekannt geben.

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