Für die Serie „MomTeen“ erzählt Lorena K. ihre Geschichte.
The CrazyLife Magazine interviewt vier junge Frauen auf der Bärenwiese. Sie teilen sich eine Gemeinsamkeit: junge Mutterschaft.

Sie gehen mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit, um mit dem Mythos der dummen, asozialen, naiven jungen Mütter aufzuräumen!

Da die Teenemütter die Privatsphäre ihrer Kinder und ihre eigenen schützen möchten, malen sie gemeinsam mit ihrem Kind, bis auf eine Ausnahme, ein Bild.

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Ich nehme das Leben an wie es ist und kreiere damit perfekte Bedingungen.                                       Foto: tCL

 

Die letzte Teenemom der Serie MomTeen ist 14 Jahre alt und schwanger. Lorena K. zog vor 8 Monaten in eine Mutter-Kind-Einrichtung, in der Nähe von Karlsruhe. Da sie noch zu den Minderjährigen zählt und bei ihren Eltern nicht leben darf, ordnete das Jugendamt eine Unterbringung, in eine Einrichtung für junge Mütter an. Ohne Widerwillen ließ sich Lorena auf den Umzug ein. 300 km trennen sie nun von ihrem Heimatort, ihren Freunden und ihrer Familie. Für sie kein Problem, denn irgendwie fühlte sie sich dort sowieso nie wirklich beheimatet. Vor der Schwangerschaft, reiste die Teenagerin durch ganz Deutschland und teile Europas. Niemand wusste jemals genau, wo sich Lorena gerade befand und sie manchmal auch nicht. War sie zu Hause, zog sie ihr innerer Antrieb fort in die Ferne und war sie auf reisen, glaubte sie, in Beständigkeit zu sich zu finden. Ihr kam die Schwangerschaft gelegen, auch wenn sie ungewollt passierte. Nun wuchs in ihr ein Grund, weshalb es sich zu ankommen lohnt. Vielleicht würde sie mit dem Baby die Ruhe finden, die ihr so viele wünschen. Vielleicht würde sie ihr ungeborenes Kind erfüllen?

In der Schwangerschaft ließ sie sich auf alle Angebote der Einrichtung ein, sie besuchte sogar eine externe Klasse, extra eingerichtet für Fälle wie sie. Sie fasste den Entschluss, ihren Hauptschulabschluss nachzuholen. Da sie ständig unterwegs war, verpasste sie jede Unterrichtsstunde seit der siebten Klasse. Mit ihrem Baby im Bauch möchte sie die Klasse rocken und später vielleicht doch eine Ausbildung beginnen. Sie weiß es noch nicht, denn zunächst steht die Geburt an. Ein wenig Nervosität spürt sie schon.

Lorena weiß noch nicht genau, ob sie sich mehr über das Ende der Schwangerschaft freut oder auf ihren süßen kleinen Sohn, den sie bald in den Armen halten darf. Sie vermutet beides. Auch wenn sie die Vorzüge einer Schwangeren genießt, wie zum Beispiel einfach wild zu essen, oder die Tritte und Verbundenheit eines anderen Menschen zu spüren, ist sie froh ihre Beine wieder in zehn Minuten statt einer Stunde rasieren zu können.
In den nächsten Wochen ist es soweit, der kleine Jonas wird das Licht der Welt erblicken. Eine Betreuerin wird sie bei der Geburt begleiten. Frau Nagold, ihre mittlerweile engste Vertraute.

The CrazyLife Magazin wünscht ihr, dem Baby und allen anderen Teenemüttern das Beste. Habt viel Geduld mit euren Kindern, sie werden es euch danken. Habt auch Geduld mit euch selbst und erkennt euren Wert an. Es erfordert sehr viel Mut und Kraft ein Kind großzuziehen mehr noch, wenn man selbst noch vor wenigen Monaten oder Jahren eines war.
Deshalb seid stolz auf eure Leistungen, entwickelt und wachst mit euren Kindern.
Alles Gute the CrazyLife Magazin!

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