Für die Serie „MomTeen“ erzählt Verna S. ihre Geschichte. The CrazyLife Magazine interviewt vier junge Frauen auf der Bärenwiese. Sie alle vier teilen eine Gemeinsamkeit: Sie wurden zwischen 14 und 19 schwanger. Sie teilen ihre Erfahrungen, um mit dem Mythos der dummen, asozialen, naiven, jungen Mütter aufzuräumen!

Da die jungen Mütter die Veröffentlichung ihrer Person bzw. ihrer Kinder nicht gestatten, durfte jede Mutter mit ihrem Kind ein Bild malen, welches als Profilbild dient.

 

 

CrazyLife Magazin, Mom teen, Mütter, Jugendliche, Erlebnisse, Erfahrungen, Geschichte, Leben Mensch,
Junge Mütter berichten ihre Geschichten. Vanessa S. startet als Erste bei Momteen.                           Foto: tCL

Verena S. 15 Jahre alt, lebt in Ludwigsburg. Ich treffe sie auf einem Spielplatz mit Söhnchen Leon. Eigentlich hatte Verena andere Pläne für ihr Leben. Sie wollte reisen, die Welt sehen und jegliche Abenteuer erleben, die sie mitnehmen konnte. Der positive Schwangerschaftstest vor über einem Jahr kam ihr allerdings in die Quere. Wie auch ihre Mutter wollte sie – wenn schon jung schwanger – ihr Leben mit dem Vater ihres Kinder teilen. Verenas Eltern verbringen seit über 30 Jahren Zeit miteinander und lieben sich noch heute. Zwar sah sich die quirlige junge Mutter niemals als Hausfrau und Mutter, doch eines steht dennoch für sie fest: Eine Beziehung sollte im besten Fall ewig andauern. Ihr Freund machte sich aus den Staub und so sagte das Leben erneut „Ätschi Bätch“! Mit ihrer Mutter an der Seite brachte die Schülerin vor wenigen Monaten ihren Sohn Leon zur Welt. Der Vater scheint wie vom Erdboden verschwunden. Seit der Trennung herrscht zwischen dem einstigen Liebespaar Funkstille. Zweimal versuchte Verena eine Beziehung zu führen, doch beide brachen nach wenigen Wochen wieder. Niemand kommt damit zurecht, dass sie bereits so früh Mutter wurde, glaubt Verena.

„Ich habe mich damals für Leon entschieden, weil ich es nicht übers Herz brachte ein Lebewesen u töten. Natürlich war ich als Mutter noch zu jung, natürlich hatte ich auch Angst und habe sie teilweise immer noch. Ich habe mich nicht um Verhütung geschert obwohl ich wusste das ich schwanger werden könnte. Na ja, ich wusste das ich es kann, so rein biologisch, doch das es wirklich passiert, hätte ich nicht erwartet. Nun bin ich Mutter und trage die Verantwortung für mein Verhalten. Es gibt Tage da erfüllt mich das Mutter sein und es gibt Tage, da weine ich, weil mich als die Aufgaben überfordern. Ich denke das ist normal, so geht es jeder Mutter, egal ob jung oder alt“, erzählt Verena.

Sie versucht, aus ihrer Situation das Beste herauszuholen. Verena besucht die Realschule, später möchte sie ihr Abitur nachholen und irgendwann studieren, um ihrem Kind ein Vorbild zu sein. Sie kann ihrem kleinen Leon heute zwar „nur“ ihre Liebe bieten, doch wenn sie hart arbeitet, weiß sie genau, trägt sie ihm die Welt zu Füßen. Weil ihr kleiner Schatz das Beste verdient, so Verena.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.