Wie oft finden wir Ausreden im Alltag, die uns an die ungeliebte Routine binden?

„Wenn ich das habe, dann kümmere ich mich um meine Träume. Ich muss noch das tun und dies erreichen, dann werde ich die Dinge angehen.“ Schiebst auch du mit Sätzen wie diesen deine Ziele in den Hintergrund?

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, er fühlt sie in der Gewonheit wohl, denn dort erhält er Sicherheit. Dabei muss Sicherheit nicht unbedingt sicher sein.


In der Gewohnheit fühlen wir uns geborgen, ja sogar vertraut. Daher neigen wir dazu bekannte Mediziner, den immer selben Supermarkt, Bäcker oder Freund aufzusuchen. Neue Wege schlägt der Homo sapiens ungern ein. Das liegt daran, dass wir wissen, welche Gefahren uns bei den bisherigen Situationen begegnen und welche nicht.

Ein Beispiel:

Es gibt da einen bestimmten Bäcker. Ich weiß, bei ihm bekomme ich die besten Brezeln und ein freundlicher Smalltalk mit der Bäckereifachverkäuferin. Bis auf dienstags, da steht eine unfreundliche Aushilfe an der Theke. Ich weiß also, was ich dort bekomme: nämlich die besten Brezeln und Smalltalk. Würde ich einen neuen Bäcker aufsuchen, könnte ich vielleicht noch bessere Brezeln kaufen und aufregendere Gespräche führen, doch das finde ich nie heraus. Die Angst, ich könnte dort auf schlechtere Brezeln und wütende Bäckereifachverkäuferinnen stoßen hält mich davon ab. Vor allem müsste ich ja dann meine Routine aufgeben, mich nach anderen Bäckern in der Umgebung erkundigen und erst mal ein paar neue aufsuchen. Das wäre wieder Zeit und Mühen, die ich investieren müsste, ohne tatsächlich zu wissen, ob ich einen besseren Bäcker finden würde. Schwachsinnig – nicht wahr? Schließlich, gehe ich doch bereits jeden Morgen – außer dienstags – zu meinem bereits bekannten Lieblingsbäcker mit dem freundlichen Smalltalk und den köstlichen Brezeln. Warum sollte ich das ändern?

Der 19-jährige Zion Clark kam ohne Beine zur Welt, dennoch gewinnt er als Wrestler einen Pokal nach dem Anderen. Er fährt Auto, treibt Sport und das nur mit seinem Oberkörper. Sein Ehrgeiz inspirierte nicht nur seine Sportkollegen, sondern auch Filmemacher. Weshalb Netflix eine Dokumentation über seinen eisernen Willen drehte. Es gibt keine Entschuldigungen, keine Ausreden, wir haben alle selbst in der Hand, wer wir werden wollen. Davon ist auch Zion Clark überzeugt.

Auch der junge Isaiah Bird (9 Jahre alt) weiß, ein Leben ohne Beine muss kein Leben ohne Freunde sein. Wer seine Ziele erreichen möchte, kann das schaffen, solange er an sich glaubt und beginnt seine Grenzen zu überwinden.

Vor ein paar hundert Jahren hielt man Menschen für verrückt, die ans Fliegen glaubten. Man spottete über sie, mied ihre Gegenwart und glaubte, sie wären von allen guten Geistern verlassen. Man konnte sich nicht vorstellen, dass es noch mehr gibt, als wir bereits sehen, sind und haben. Was wir uns nicht vorstellen können oder gar mit Ängsten verbunden ist, lassen wir nicht in unseren Fokus. Es wird ausgeblendet und als „nicht existent“ verbucht.

Einen besseren Bäcker gibt es nicht, auch wenn ich vielleicht daran glaube, dass es irgendwo eine himmlische Brezel geben könnte, schließe ich diese Vorstellung von meinem Bewusstsein aus. Nicht etwa, weil eine fluffigere, wärmere, laugigere Brezel nicht existieren könnte, sondern weil ich weiß, ich möchte keine Mühe darin investieren.

Ich weiß, mein fehlender Wille hindert mich an der Suche nach einem neuen Bäcker, doch das möchte ich mir nicht eingestehen. Warum sollte es auch einen Grund dafür geben, dass ich Bequemlichkeit vor neuen Erfahrungen und besseren Möglichkeiten stelle? Daher rede ich mich lieber ein, diese Brezel ist die Beste, die ich bekommen könnte und vergesse (ignoriere), das es mehr auf der Welt geben könnte.

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Foto: tCL

So ist es mit vielen Dingen im Leben. Der Mensch redet sich gerne ein, dass die Situation in der er lebt unveränderlich sei. Vielleicht strebt er nach mehr, doch er wagt sich nicht neue Schritte zu gehen. Schließlich weiß er – auch wenn er gleichzeitig gar nichts weiß – was diese mit sich bringen können. Die Ungewissheit macht uns Angst, wodurch Ausreden gelegen kommen.

Doch wenn wir Veränderung in unserem Leben wollen, nach höheren Zielen greifen möchten und eine noch bessere Brezel kosten möchten müssen wir uns den Ängsten stellen, der Gewohnheit Lebewohl sagen und für eine kurze Zeit Neuland betreten. Natürlich bedeutet Neuland erst mal verletzlich und unbeholfen zu sein. Es bedeutet Irritation und Chaos in den gewohnten Strukturen, doch hat man ein paar Stunden, Tage oder Wochen auf dem Neuland verbracht entwickelt sich Sicherheit und Selbstbewusstsein. Besser noch, man erlangt neue Fähigkeiten, da man mit anderen Skills lernen musste in der neuen Situation zurechtzukommen.

Springe öfter ins kalte Wasser, gehe immer mal wieder neue Wege und schiebe den Ausreden ein Riegel vor, damit du da ankommst, wo du dich schon immer sahst.

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Tue, was immer dich glücklich macht. Gehe neue Wege. Foto: tCL

Tipp:

Heimweg: Fährst du immer dieselbe Strecke nach Hause? Nimm doch mal einen anderen Weg und schaue, was dir dort begegnet.

Kochen: Da gibt es sicherlich die ein oder anderen Lieblingsgerichte, die du regelmäßig kochst, oder? Kannst du dir vorstellen, dass noch mehr dazu kommen könnten? Schau doch einfach mal im Internet nach neuen Rezepten, die du mit Freunden oder deinem Partner kochen kannst. Dein Gaumen freut sich über neue Geschmackserlebnisse.

Hier ein paar tolle Blogs/Rezepte:

  1. heavenlynnhealthy
  2. Pesto Vegano
  3. Lauchtarte
  4. Gesunde Rezepte mit Rote Beete
  5. Spanische Nachspeise

Job: Du hast einen Traumjob im Visier? Scheue dich nicht und schreibe eine Bewerbung. Lass dich nicht entmutigen, falls du es nicht schaffst. Probiere es weiter, indem du entweder eine andere Instanz kontaktierst wie z.B. den Personalchef, die Standortleitung oder den CEO direkt oder andere Wege auslotest. Sei hartnäckig doch kapituliere, wenn sich keine Möglichkeiten auftun. Überlege dann: Wo könnte ich meinen Traumberuf so ausüben, dass ich glücklich bin? Schau nach anderen Firmen und bewerbe dich dort. Hab einen langen Atem und Geduld.

Solltest du trotz Mühen nicht zu deinem Ziel gelangen, versuche andere Wege zu gehen. Frage dich: Was brauche ich, um an das eine Ziel zu kommen? Muss es der anvisierte Job sein oder möchte ich einfach nur bestimmte Fähigkeiten ausüben? Wenn ja, welche und wo könnten sie noch nützlich sein? Vielleicht in einer anderen Branche? Vielleicht durch eine andere Tätigkeit? Spiele mit deinen Optionen und du wirst sicherlich etwas finden, das dich glücklich macht.

Mehr zum Thema ARBEIT erfolgreich zum neuen Job findest du hier. In dem Blog für ambitionierte Frauen schreibt Seleh Amiralai – Experte in Sachen Arbeitswelt – über das Arbeitsglück und den Weg zum richtigen Job.

Hab viel Spaß beim Überwinden deiner Grenzen. 

Peace and Love <3

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2 Replies to “Nichts ist unmöglich – überwinde deine Grenzen!

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