Ein 14-jähriger Junge landet auf dem elektrischen Stuhl – unschuldig. Dass es soweit kommen konnte, liegt unter anderem an den Glaubenssätzen der Menschen von damals. Ein schwarzes Leben ist weniger wert, als das eines Weißen. Haben wir dieses Gedankengut in das 21. Jahrhundert mitgenommen oder können wir uns als Rassen-blinde objektive tolerante Gesellschaften sehen?


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George Stinney Fotografie vor seiner Verhaftung. Foto: Wikipedia

George Stinney durfte gerade mal 14 Jahre auf dieser Erde verweilen. Er konnte niemals in der Genuss einer ersten großen Liebe kommen, seinen Schulabschluss erleben oder gar Heiraten und Kinder bekommen. Er konnte sich niemals selbst verwirklichen – soweit dies für einen „Schwarzen“ in den USA des 20. Jahrhundert möglich war. Noch bevor er all die Dinge erleben konnte jagte man ihn 5,380 Volt durch den Kopf. Hingerichtet für eine Tat, die er nie beging.

George Junius Stinney ging in die Geschichte ein. Nicht etwa für seine Errungenschaften oder Leistungen, nein für seinen Tod. Als jüngste Person im 20. Jahrhundert wurde der junge aus South Carolina in den Vereinigten Staaten getötet.

Er winselte, er weinte und er bettelte, doch kaltherzig drückten die Richter, Henker auf den Knopf. Er beteuerte seine Unschuld, dennoch setzte man ihm die Haube auf den Kopf.

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Das Leiden des Jungen, wird wohl niemand beschreiben können. Foto: Aus dem Film das Ende des Schweigens.

George Junius soll zwei junge Mädchen (hellhäutig) getötet haben. Bereits einen Tag nach ihrer Ermordung verhaftete man den 14-jährigen Jungen und stellte ihn einen Monat später vor ein Gericht. Wie konnte man diesen Prozess fair oder gar einen Prozess nennen, schließlich befanden sich unter den geschworenen lediglich weiße Männer? Ihnen war es egal, wer der Mörder dieser jungen Mädchen war, vielleicht kannten sie ihn ja sogar. Vor ihnen saß ein schwarzer Jugendlicher, das reichte für die Menschen dieser Zeit. Er muss es sein und wenn nicht, auch egal – dann haben wir einen Schwarzen weniger.

Der Prozess dauerte 5 Stunden, was vollkommen ausreichend war, um ein Schuldspruch zu äußern. Drei Monate nach dem Mord setzte man den jungen – mit der Bibel in der Hand – auf den elektrischen Stuhl.

Erst 70 Jahre später erklärte ein Gericht aus South Carolina ihn für unschuldig. Der Junge ist tot. Seine Unschuld gesichert – doch ein Verbrechen bleibt noch immer offen. Ein Richter, ein Henker wie auch Geschworene und Anwälte durften bis zu ihrem Tod frei herumlaufen, ohne jemals für den Mord des jungen George Junius Stinney zur Rechenschaft gezogen zu werden.

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Grabstein des Jungen in den USA.   Foto: andrewjwhitaker.com

George Junius Stinney war nicht der einzige Dunkelhäutige, der in der USA unschuldig hingerichtet wurde oder in den Gefängnissen versauern durfte. Zwar war der Negro kein Sklave mehr und frei, doch bis heute ist ihr Leben gerade mal so viel Wert, wie die Regierung es zulässt. Daran ändert auch ein dunkelhäutiger Präsident nichts.

—————————  Why things like this happen?! —————————————-

Niemand verdient es wegen seiner Hautfarbe, Religion, Herkunft, sexuellen Orientierung oder sonstigen Lebensweisen getötet, gemieden oder ausgeschlossen zu werden. Dennoch wird man weiterhin Menschen – eben wegen dieser Kriterien – ausschließen, töten oder misshandeln, bis sich der Mensch, seiner Geschichte bewusst macht. Denn solange der Mensch nur glaubt, ein paar neue Gesetze würden reichen, um das Denken einer Gesellschaft zu verändern, wird sich nichts verändern. Beinahe 100 Jahre nach Hitler folgen ihm noch immer unzählige blind, da ändern Verbote bzgl. der NS-Zeit oder der AFD  auch nichts daran.

Noch heute füllen die Mehrheit der US-amerikanischen Gefängnissen Insassen mit lateinamerikanischer, afroamerikanischer Herkunft oder andere Minderheiten. Das liegt nicht etwa daran, dass sie mehr Straftaten begehen oder einfach von Natur aus bestialisch, böse und mörderisch sind, nein, sondern an den unfairen Strafprozessen kombiniert mit dem menschlichen Unterbewusstsein.

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Um welches Unternehmen handelt es sich?  Foto:tCl

Auch wenn, ein hellhäutiger Mensch nicht unbedingt aktiv/bewusst rassistisch lebt/denkt kann er dies dank Assoziationen trotzdem sein. Sowie wir die Farben blaue und gelb in Kombinationen mit dem schwedischen Möbelhaus verbinden, assoziieren wir dunkelhäutige Menschen mit asozialem Verhalten, Kriminalität, Rhythmus im Blut, Gewaltakten, einer souligen Stimme und Morden. Ganz einfach, weil wir das so gelernt haben. Durch Medien wie: Filmen, Bücher, Zeitschriften und Nachrichten, in den Schulen und sogar in Spielen wie: „Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann“.

Wenn wir diese Verknüpfungen nicht lösen und aufhören derartigen Content im Netz aber auch in der realen Welt zu verbreiten, werden wir noch in 100 Jahren bei einem Gerichtsverfahren die Schuld eines unschuldigen „Schwarzen“ beteuern.

Daher: Think diffrent und lerne so viel Vielfalt wie möglich kennen.

Peace and Love

 

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