Auf dem Videoportalen YouTube, Dailymotion, Vimeo sowie auch auf dem Musik-, Hörbuch- und Videostreaming-Dienst Spotify & Audible tummeln sich zahlreiche Podcast. Diskussionen zwischen Politkern, Interviews von Coaches und alle Art von Geschichten lassen sich mittels Podcast verfolgen. Doch was bedeutet Podcasting überhaupt im Detail? Dieser Frage widmet sich Crazy Life heute. 

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Foto: Latifa A. Warrelmann

Die Geschichte des Podcasting

Als der Podcast im Jahr 2000 noch in den Kinderschuhen steckte war er unter dem Namen Audioblogging bekannt. Mit dem britischen Journalist und Experte für das Informationszeitalter änderte sich dies allerdings. So gab Ben Hammersley dem Audioblogging den Namen “Podcast”. Schnell etablierte sich der Name zur Freude der Erfinder und Pioniere Tristan Louis, Dave Winer und Adam Curry. 

Zu Beginn blieb die kleine Podcast-Gruppe unter sich und griff in ihren Sendung Themen auf, die sie selbst behandelten. Erst als Apple 2005 mit dem iPad die mp3-Formate auf den Markt brachte bekam das Podcasting Zugang zum Massenpublikum. Auf iTunes konnten Zuhörer Sendungen von Medienagenturen verfolgen. Diese erinnerten allerdings an herkömmliche Radiosendungen (Broadcast), welche nun auch Online zur Verfügung standen. Eine Revolution im Informationszeitalter, denn bisher konnte man einzig und allein Daten in Form von Dokumenten und Filmen downloaden, doch nun war es auch mit Musik möglich. Mit der Zeit bekam der Podcast eine neue Form und auch unzählige Möglichkeiten. Wo einst lediglich Audi-Podcasts möglich waren, konnten nun auch Video-Podcasts aufgenommen, im Internet veröffentlicht und verbreitet werden. Was uns zu dem Jetzt führt und den zahlreichen YouTubern, die mit ihren Inhalten den Podcast täglich neue Entwicklungsmöglichkeiten schenken. Ein Podcast ist demnach ein Audio-oder Videobeitrag der digital zur Verfügung steht. Doch wie ziehen Podcaster Zuhörer an? Was macht ihrer Podcasts hörenswert und wann schaltet der User ab? 

Aufmerksamkeit ist das Schlüsselwort. Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf Dinge, die uns Interessieren. Aber auch antrainierte Hinweisreize ziehen unseren Fokus auf eine bestimmte Situation, Menschen oder Gegebenheit. Zum Beispiel kann uns das Schreien eines Babys aus einer fokussierten Situation reißen oder das klingelnde Telefon von unserer Arbeit ablenken. Ganz einfach, weil wir gelernt haben, dass solche Signale wichtiger sind, als alles andere.

Die richtigen Inhalte auch für deinen Podcast?

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Ein Podcast entsteht. In einer Sprecherkabine mit Mikrofon und einem Aufnahmeprogramm entstehen meine Podcasts. Aufgenommen in der Deutsche Pop Akadaemie Foto: Latifa A. Warrelmann

Nun geht es beim Podcast nicht um Babygeschrei, sondern um das Interesse des Hörers oder Zuschauers. Damit dieses gewonnen wird sollten möglichst viele Sinnesorgane bedient werden. Denn sie sind es, die uns das Gefühl geben direkt am Geschehen beteiligt zu sein. Inhaltlich kann jeder Podcaster selbst entscheiden welche Themen er behandelt, dabei sollte er seine Zielgruppe bzw. Fanbase genauer unter die Lupe nehmen. Schließlich bringt es den Followern nichts von gelben innovativen Windeleimern für den Haushalt zu hören, wenn sich der Kanal bisher nur mit Gaming auseinandersetzte.

Viele zusammenhangslose Themen können verwirrend sein und eine hohe Absprungrate verursachen. Ich weiß, der Gedanke mag logisch sein so viele Themen wie möglich anzusprechen und dabei zig Lebensbereiche einzubeziehen. Um so höher die Vielfalt, um so mehr Menschen auf dem Kanal. Ja, nicht ganz. Denn ein unspezifischer Kanal wirkt zerstreut, unseriös und verwirrt. Konzentriere dich – sofern du deinen Podcast verbreiten möchtest – auf eine Branche und spezialisiere dich darauf. Hast du immer noch Lust gesonderte Themen digital zu verbreiten, dann kannst du das am Besten mit einer Sondersendung zum Thema XY erreichen. 

Was tun bei langen Beiträgen?

Da gibt es dieses eine Thema, du liebst es und könntest tagelang darüber schreiben, sprechen und diskutieren. Nur leider verfolgt kaum einer einen 20-stündigen Beitrag, auch bei zwei Stunden schalten viele bereits ab – es sei denn er spricht mindestens drei Sinnesorgane an, besitzt eine ausgeklügelte Dramaturgie und befriedigt das Interesse, des Zuschauers/Zuhörers. Wie kannst du ein wahnsinnig tolles Thema so aufbereiten, dass es die Geduld und Auf­merk­sam­keits­span­ne deines zukünftigen Abonnenten nicht überschreitet?  

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Foto: Latifa A. Warrelmann

Teile deine Beiträge ein!

Mach eine Serie draus, wenn du schon bei der Ideensuche weißt, es könnten mehrere Themen miteinander verknüpft sein. So hast du schon mal Material für deine nächsten Posts. Aber auch ein Einthemenbeitrag mag genau geplant sein. Am Stück ohne Punkt und Komma sprechen, hält keinen Abonnenten auf deinem Profil. Da muss schon mehr geboten sein. Unterteile daher deine zukünftigen Podcast in Beiträge, Kapitel, Absätze und Themen. Eine Kategorisierung ist hilfreich, um den Überblick zu bewahren.

Schenke deinen Hörern/Zuschauern Pausen!

Ebenso von Bedeutung sind Erholungspausen. Die Aufmerksamkeitsspanne des modernen Menschen – vor allem in den westlichen Ländern – liegt bei 8 Sekunden. Weniger, als die eines Goldfischs. Dieser kann sich geschlagene 9 Sekunden auf eine Sache konzentrieren. Weil unsere Aufmerksamkeit durch die tägliche Informationsflut nachlässt müssen die konsumierten Inhalte uns von Beginn an umhauen. Sie müssen fesseln und Spannung aufbauen, sodass wir vor Erregung kaum noch auf den Stühlen sitzen bleiben können. Gleiches gilt auch für Podcasts. Da es bei so manchen Themen nicht möglich ist den Spannungsbogen oben zu halten braucht es bereits erwähnte Erholungspausen. Diese können ein beruhigendes Musikstück sein, das plötzliche Umschwenken auf ein Thema, das weniger Konzentration verlangt oder eine Redepause. Sei kreativ und nutze, was dir einfällt, um möglichst viele Menschen für deine Inhalte zu begeistern. 

Du möchtest mehr zum Thema Podcasting erfahren, dann klicke auch nächste Woche wieder bei Crazy Life vorbei. 

Das Thema nächsten Mittwoch: Produktion eines Podcasts – so gelingt dein Internetauftritt! 

P.S.: Schreibe doch in die Kommentare, was dir aufgefallen ist? Was ging gar nicht und was ausgebaut werden kann?

Interessierst du dich auch für soziale und gesellschaftliche Themen? Dann könnten diese spannend für dich sein: 

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